Darunter ist neben der klassischen Auspufftechnik (Rohre und Schalldämpfer) zunehmend die Abgasreinigung zu verstehen.
Beim Zweitakt-Ottomotor gibt es in Europa erst bescheidene Ansätze, die im Vergleich zu Viertaktmotoren exorbitant hohen Emissionen in den Griff zu bekommen.
Beim Viertakt-Ottomotor ist der 3-Wege-Katalysator Stand der Technik.
Beim Dieselmotor geht es vor allem darum, Rußpartikel, die angelagerte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in die Atemwege tragen, zu reduzieren. Daneben gerät durch die EU-Richtlinie 1999/30/EG, in Deutschland umgesetzt durch die 22. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz, auch der Feinstaub in die Diskussion, wobei zu bedenken ist, dass hier auch andere Emittenten wie Gebäudeheizungen, vor allem Holzfeuerungen, eine bedeutende Rolle spielen.
Leider sind es nicht die deutschen Autobauer, die beim Partikelfilter die Nase vorn haben. Beim Partikelfilter für Dieselfahrzeuge hat es Peugeot allen vorgemacht und bereits Millionen von Fahrzeugen mit Partikelfiltern (FAP) erfolgreich verkauft. Geliefert werden die Rußfilter vom französischen Zulieferer Faurecia. Die deutsche Automobilindustrie wird vermutlich erst mit der Einführung einer steuerlichen Förderung derartige Systeme auf den Markt bringen. Derzeit scheitert eine steuerliche Förderung aber am Widerstand der Bundesländer, die auf die Mehreinnahmen aus der Kfz-Steuer nach dem Auslaufen der Euro4-Förderung nicht verzichten wollen.